Hintergrund

Messung der Ammoniakemission mit Dräger-Röhrchen (© H. Götze)

Ammoniakemissionen belasten Umwelt, Klima und Gesundheit. Rund 95 % der deutschen Ammoniakemissionen stammen aus der Landwirtschaft. Der Einsatz Ammoniak bildender synthetischer Stickstoffdünger, vor allem von Harnstoffdüngern, zählt mit rund 13 % der deutschlandweiten Emissionen zu einer bedeutenden Ammoniakquellen (Stand 2018). Zusätzlich schlägt zu Buche: die Ammoniakverluste nach der Düngung verringern die Düngewirkung.

Deutschland hat sich verpflichtet, die Ammoniakemissionen bis zum Jahr 2030 gegenüber 2005 um 29 % zu reduzieren (novellierte NEC-Richtlinie). Die Landwirtschaft steht vor der Herausforderung, zielgenaue und effiziente Maßnahmen zur Verringerung von Ammoniakemissionen auf den Weg zu bringen.

Im Verbundforschungsprojekt NH3-Min, das von der Landwirtschaftlichen Rentenbank gefördert wird, untersuchen und bewerten wir in einem deutschlandweiten Netzwerk abgestimmter Feldversuche Maßnahmen, mit denen sich Ammoniakemission bei der Anwendung synthetischer Stickstoffdünger verringern lassen.